John F. Kennedy
  Die Eltern
 

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=>  Joseph Patrick Kennedy, Sr.
=>  Rose Elizabeth Fitzgerald


Joseph Patrick Kennedy, Sr. wurde am 6. September 1888 als Sohn des irischen Einwanderersohns Patrick Joseph Kennedy und der Einwanderertochter Mary Augusta Hickey in der 165 Webster Street in East Boston, Massachusetts geboren.

Nach der Boston Latin School besuchte Kennedy ab 1908 die Harvard University, die er 1912 mit Abschluss verließ. In der Folge entschied er sich für eine Laufbahn im Bankwesen, obwohl er während des Studiums keinen besonderen Schwerpunkt auf die Wirtschaftswissenschaften gelegt hatte.

Am 7. Oktober 1914 heiratete er Rose Elizabeth Fitzgerald, die Tochter des Bostoner Bürgermeisters John F. Fitzgerald, mit der er später insgesamt neun Kinder hatte, darunter den späteren Präsidenten John F. Kennedy. Bei der Geburt seines Sohnes Joe hatte er seiner Frau versprochen, er würde für jedes seiner Kinder 1 Mio. US-$ erwirtschaften, damit es ihnen an nichts fehle. Allen Kindern hatte er den von seinem eigenen Vater eingeprägten Grundsatz weitergegeben:
"Come in first. Second place is failure!" (Sei immer Erster. Schon der zweite Platz ist eine Niederlage!).
Neben seinen neun Kindern mit seiner Frau ging aus einer Affäre mit der Schauspielerin Gloria Swanson, die auch seine Geschäftspartnerin war, ein Sohn (Joseph) hervor.

Beruflich lernte Kennedy zunächst das Bankgeschäfts in der Firma seines Vaters näher kennen. Unmittelbar nach seiner Hochzeit wurde er von seinem Schwiegervater zum Direktor der Collateral Loan Company (CLC) ernannt. Kurz darauf, im November 1914, geriet die CLC ins Visier staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen, als festgestellt wurde, dass Gelder unterschlagen worden waren. Als die Übernahme durch eine andere Bank drohte, gelang es Kennedy mit geschicktem Verhandeln, genug Geld aufzubringen, um das Angebot der gegnerischen Bank zu überbieten. Den überwiegenden Teil der hierfür erforderlichen Summe lieh er sich von einem Freund aus Harvard-Zeiten, seinerseits selbst Präsident einer Bank. Joseph Kennedy wurde so mit 25 Jahren zum jüngsten Bankdirektor der USA, als neuer Direktor der Columbia Trust. Aufgrund der noch immer anhaltenden Ermittlungen im Rahmen des Finanzskandals bei der CLC sah sich Kennedy veranlasst, sich für eine Weile vollständig aus dem Bankgeschäft zurückzuziehen.

Zukünftig investierte Joe seine Gelder in unterschiedlichste Bereiche und erlangte somit Einblicke und Kontakte im Banken- und Börsenwesen sowie in der Filmindustrie. Inzwischen gilt es auch als sicher, dass er darüber hinaus auch eine stattliche Summe durch den Alkoholhandel während der Prohibition erwirtschaftete und es hiermit sowie mit dem Aktienhandel schließlich bis zum Millionär brachte. Aus dieser Zeit stammen wohl auch erste Verbindungen zu verschiedenen Mafiagrößen.

Kennedy unterstützte aktiv den Wahlkampf von Franklin D. Roosevelt und wurde von diesem im Juli 1934 zum Vorsitzenden der United States Securities and Exchange Commission (SEC) ernannt, ein Amt, das er bis September 1935 ausübte. Von 1936 bis 1937 war Kennedy Vorsitzender der United States Maritime Commission (MARCOM). Im Dezember 1937 wurde er von Roosevelt zum US-Botschafter in London berufen. Kennedy erlangte damit den prestigeträchtigsten diplomatischen Posten, den Amerika zu vergeben hatte. Während seiner Amtszeit zeigte sich jedoch immer mehr eine Nazi-Deutschland zugetane Geisteshaltung und in der Folge auch eine politische Ausrichtung, welche mit den Positionen Roosevelts und Churchills nicht vereinbar waren. Insbesondere Sein ständiges Betonen der Neutralität der USA brachte Kennedy in Gegensatz zur britischen Regierung und führte schließlich im November 1940 zu seiner Abberufung als Botschafter in England.

1946 zog sich Kennedy aus dem öffentlichen Leben zurück. Im Dezember 1961 erlitt er einen schweren Schlaganfall, der sein weiteres Leben stark beeinträchtigte. so konnte er kaum noch sprechen und saß im Rollstuhl. Der Patriarch starb am 18. November 1969 im Alter von 81 Jahren auf dem Familiensitz in Hyannis Port und wurde schließlich auf dem Holyhood Cemetery in Brookline, Massachusetts beerdigt.



Rose Elizabeth Kennedy wurde am 22. Juli 1890 um 19:00 Uhr als Rose Elizabeth Fitzgerald und ältestes Kind des Bostoner Bürgermeisters John F. Fitzgerald und seiner Frau Mary Josephine Hannon in der 4 Garden Court Street in North Boston, Massachusetts geboren.

Sie wuchs in einem Haus in Dorchester, einem Stadtteil von Boston, auf und besuchte die örtliche Mädchen-Latein-Schule. Das Haus ihrer Kindheit brannte später ab und ihr Sohn, der Senator Edward Moore Kennedy, ließ 1992 an der Ecke der Welles Avenue und Harley Street eine entsprechende Gedenktafel anbringen. Rose studierte an der Kasteel Bloemendal Klosterschule in Vaals, Niederlande und machte 1906 ihren Abschluss an der Dorchester High School. Am New England Conservatory in Boston nahm sie Klavierunterricht. Zusammen mit ihrem Vater reiste sie 1908 durch Europa und erhielt eine Privataudienz im Vatikan.

Am 07. Oktober 1914 heiratete sie den Geschäftsmann Joseph Patrick Kennedy, Sr.. Zusammen zogen sie mehrfach um und bewohnten u.a. zwei verschiedene Häuser im Bostoner Stadtteil Brookline, wo schließlich 1917 auch mit John Fitzgerald der spätere Präsident geboren wurde. Letztlich hatten sie zusammen neun Kinder. 1928 erwarb ihr Mann dann ein Haus in Hyannis Port, was schließlich zum Stammsitz der Familie wurde. Rose bemerkte sehr wohl die Seitensprünge ihres Mannes, insbesondere natürlich mit der Schauspielerin Gloria Swanson, die sogar ein Kind von ihm bekam. Kurzzeitig kehrte Rose daher zu ihren Eltern zurück, entschied sich dann aber doch, bei ihm zu bleiben. Sie war stets darauf bedacht, nach außen einen gewissen Anschein zu wahren, und vermied jeden unnötigen Skandal. Sie war eine streng gläubige Katholikin und besuchte selbst nach ihrem 100. Geburtstag noch jeden Sonntag die Messe. Laut ihren eigenen Memoiren ("Alles hat seine Stunde") beschrieb sie sich als erfüllte Hausfrau, deren höchstes Glück es ist, einmal ein "goßes Kind
" aufzuziehen.

Nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Alters musste sie u.a. erleben, wie zwei ihrer Söhne bei Attentaten ums Leben kamen, ein weiterer Sohn sowie eine Tochter samt Verlobten bei Flugzeugabstürzen getötet wurden und auch vier Enkelkinder noch vor ihrer Großmutter starben. Von ihrem Mann hatte sie sich emotional spätestens entfernt, nachdem dieser 1941 ohne ihr Wissen eine Lobotomie an ihrer Tochter Rosemary vornehmen ließ, und dies zu einer dauerhaften Hirnschädigung führte.

Ostern 1984 erlitt Rose im Alter von 93 Jahren einen schweren Schlaganfall, der sie für die letzten elf Jahre ihres Lebens an den Rollstuhl fesselte. Am 22. Januar 1995 starb sie auf dem Familiensitz in Hyannis Port im Alter von 104 Jahren an einer Lungenentzündung
und wurde schließlich auf dem Holyhood Cemetery in Brookline, Massachusetts beerdigt. Nach ihr wurde u.a. der "Rose Kennedy Greenway" in Boston benannt, eine Grünfläche, welche 2004 durch die Verlegung der Hauptverkehrsader unter die Erde entstand. Weiterhin erinnert eine Oscar-nominierte Dokumentation an ihr Leben.

 


                                         

 
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