John F. Kennedy
  Die Ehefrau
 


Jacqueline "Jackie" Lee Bouvier Kennedy Onassis wurde am 28. Juli 1929 als erstes Kind von John Vernou Bouvier III und Janet Norton Lee Bouvier im Southamton Hospital in der 240 Meeting House Lane in Southampton, New York geboren.

Jackies Vater war ein irisch-französischstämmiger Einwanderer und prägte ihre Liebe zu den Franzosen und ihrer Sprache. Wie auch die Kennedys genoss sie eine römisch-katholische Erziehung. Die Familie lebte zunächst in New York, wo Jackie auch 1935 eingeschult wurde. Sie behielt den Bezug zu dieser Stadt Zeit ihres Lebens und verbrachte dort auch ihre letzten Jahre. Ihre Eltern ließen sich 1940 scheiden und ihre Mutter heiratete noch zweimal, wodurch Jackie eine große Zahl an Halb- und Stiefgeschwistern bekam.

1947 beendete Jacqueline ihre Schulausbildung in Farmington, Connecticut. Hier hatte sie sich insbesondere auf die Sprachen Französisch, Italienisch und Spanisch konzentriert. In den nächsten zwei Jahren studierte sie Geschichte, Literatur, Kunst und Französisch am Vassar College in Poughkeepsie. Im Folgejahr ging sie als Austauschschülerin an die Sorbonne nach Paris. Sie beendete schließlich ihr Studium an der George Washington University in der amerikanischen Hauptstadt. Hier fand sie anschließend auch eine Anstellung als Fotografin und Journalistin beim Washington Times Herald.

Jackie war bereits 1951 einmal verlobt, beendete diese Beziehung jedoch im Folgejahr. Schon wenig später, im Mai 1952, lernte sie auf einer Dinnerparty den damaligen Kongressabgeordneten John F. Kennedy (genannt "Jack") aus Massachusetts kennen. Der Verlobung im Juni 1953 folgte bereits am 12. November die Hochzeit auf dem Anwesen ihres Stiefvaters, der "Hammersmith Farm", in Newport, Rhode Island. Bedingt durch die beruflichen Verpflichtungen ihres Mannes zogen er und Jackie für die nächsten Jahre nach Washington, D.C..

Natürlich wollte das Paar auch Kinder haben, jedoch kam es bei ihr immer wieder zu Komplikationen. Bereits im Oktober 1955 hatte sie ihre erste Fehlgeburt und auch ihre Tochter Arabella kam 1956 tot zur Welt. Am 27. November 1957 bekam sie schließlich Töchterchen Caroline, das einzige heute noch lebende Kind aus dieser Ehe. Ihr erstgeborener Sohn John F. Kennedy, Jr. (*25.11.1960) starb 1999 bei einem Flugzeugabsturz. Am 07. August 1963 brachte sie einen weiteren Sohn auf die Welt - Patrick Bouvier Kennedy. Doch auch er war eine Frühgeburt und verstarb bereits zwei Tage später. Als Ursache für diese Komplikationen wird eine Chlamydieninfektion vermutet, welche sie sich bei ihrem Mann geholt haben könnte.

Als sich Jack, inzwischen Senator von Massachusetts, 1960 um das Amt des Präsidenten bewarb, unterstützte auch Jackie ihren Mann und fügte sich damit in den ganzen Kennedy-Clan ein. Doch politisch blieb sie eher desinteressiert und kümmerte sich während ihrer Zeit im Weißen Haus hauptsächlich um dessen Neugestaltung. Hier war sie ganz in ihrem Element und erzielte zusammen mit einem von ihr 1961 gegründeten Gremium beeindruckende Erfolge. Daran ließ sie auch die Öffentlichkeit im Rahmen einer Fernsehsendung am 14. Februar 1962 teilhaben, die von über 50 Millionen Zuschauern verfolgt wurde. Hierfür erhielt sie sogar einen Emmy-Award.

Am 22. November 1963 saß sie links neben dem Präsidenten im Font eines offenen Wagens, als dieser im Rahmen einer Wahlkampftour durch die Straßen von Dallas fuhr und plötzlich mehrere Schüsse fielen. Bis zum Eintreffen im Krankenhaus hielt sie ihren sterbenden Mann in den Armen. Die Art, in der sie die folgenden Stunden und Tage bewältigte, ließen sie endgültig in die Geschichte eingehen. Sie wahrte zu jeder Zeit die Fassung - schon im Hinblick auf ihre Kinder. Sie trug das blutverschmierte Kleid bis zu ihrer Rückkehr ins Weiße Haus. Die ganze Welt sollte sehen, was man ihr und ihrer Familie angetan hatte. Sie selbst gab genaue Anweisung für die Organisation der Trauerfeierlichkeiten bis hin zur Entzündung der ewigen Flamme am Grab ihres Mannes. Dabei hatte sie sich stark an der Zeremonie bei der Beerdigung von Abraham Lincoln orientiert, der knapp 100 Jahre vor John F. Kennedy und als erster Präsident einem Attentat zum Opfer gefallen war. Und schließlich viel die Bestattung auf dem Ehrenfriedhof von Arlington auch noch genau auf den dritten Geburtstag ihres Sohnes, für den sie eine kleine Feier ausrichtete.

Nach dem Tod ihres Mannes zog sie mit ihren Kindern nach New York. Sie trat immer mal wieder bei Feierlichkeiten zu Ehren von John F. Kennedy auf, um z.B. Gedenkstätten einzuweihen oder einen Flugzeugträger zu taufen. Da sie aber auch stark an Kunst und Architektur interessiert war, setzte sie sich mit einer von ihr geführten Bürgerinitiative für den Erhalt des historischen Terminals der New Yorker Grand Central Station erfolgreich ein. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich erinnert an ihr Engagement.

Am 20. Oktober 1968 heiratete Jackie Kennedy auf der Insel Skorpios den 23 Jahre älteren, griechischen Großreeder und Milliardär Aristoteles Onassis, den sie bereits seit vielen Jahren kannte und der ihr seither auch immer wieder ganz unverblümt den Hof machte. Gleichzeit verließ sie mit ihren Kindern die USA. Die weltweite Öffentlichkeit reagierte überwiegend mit Unverständnis auf diese Beziehung und auch Jackie selbst äußerte sich später dahingehend, dass es sich eher um eine Flucht aus ihrer Rolle als "Kennedy-Witwe" und den damit verbundenen Zwängen gehandelt habe. Und so stand ihre zweite Ehe auch nicht unter einem besonders guten Stern. Beide gingen überwiegend getrennte Wege und es kam insbesondere bezüglich ihrer kostspieligen Einkaufstouren immer wieder zu Spannungen. Die von Onassis angetriebene Scheidung war gerade in der Vorbereitung, als dieser am 15. März 1975 starb. In Einigung mit der Familie erhielt Jackie vom Erbe einen Anteil von rund 27 Millionen US-Dollar.

Jackie ging wieder nach New York und arbeitete ab 1976 als Lektorin beim Verlag Doubleday. Darüber hinaus setzte sie sich weiterhin für architektonische Belange der Stadt ein. Ab 1980 führte sie eine Beziehung mit dem belgischstämmigen Geschäftsmann Maurice Tempelsman, der bis zu ihrem Tode bei ihr lebte. Anfang 1994 wurde bei ihr mit dem "Non-Hodgkin-Lymphom" eine bösartige Erkrankung des Lymphknotens diagnostiziert. Sie starb nur vier Monate später, am 19. Mai 1994, um 22:15 Uhr in ihrer Wohnung in der 1040 Fifth Avenue in New York City. Am 23. Mai wurde sie neben ihrem ersten Mann und ihren inzwischen umgebetteten Kindern Arabella und Patrick Bouvier auf dem Ehrenfriedhof von Arlington bestattet.

 


                                         

 
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